Mitgliederversammlungen der Unternehmerverbände Rhein-Wupper am 17.08.2023

Keine weiteren Subventionsfeuerwerke, sondern mutige Strukturreformen für international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.

Nur mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft kommt unser Land wieder nach vorne.

Die Vorstände und die Geschäftsführung zogen bei offensichtlich nicht enden wollenden multiplen Krisenzeiten für beide Verbände positive Geschäftsbilanzen in den diesjährigen Mitgliederversammlungen am 17.08.2023. In Zeiten einer permanenten Ungewissheit war es wichtig, dass wir unseren Mitgliedsunternehmen neben umfänglichen Beratungsleistungen in rechtlicher und arbeitswirtschaftlicher Hinsicht auch stets mit einem zeitnahen Rundschreibendienst mit pragmatischen Umsetzungshinweisen zur aktuellen Gesetzesflut versorgt haben, so das Fazit des Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes der Metall- und Elektroindustrie Rhein-Wupper e.V. Arndt Krebs, sowie des Vorsitzenden der Unternehmerschaft Rhein-Wupper e.V. Marc Kretkowski.

Mit größter Sorge sehen die beiden Vorsitzenden, sowie der Geschäftsführer Andreas Tressin, die Alarmsignale aus der Wirtschaft vor allem mit Blick auf die Kostenbelastungen der Mitgliedsunternehmen, insbesondere bei den Energiepreisen. Tatsächlich wird das notwendige Krisenmanagement eher größer als kleiner und auch die Mitarbeiter verlieren mittlerweile das Vertrauen und die Zuversicht in die Regierungsarbeit. Alles zusammen wirkt sich natürlich immer negativer auf die Geschäftserwartungen der Unternehmen aus. Die Summe der Belastungen für die Mitgliedsunternehmen sind jedenfalls derart groß geworden, dass sich immer mehr Unternehmer die Frage stellen, ob sich das eigene Geschäftsmodell am Standort Deutschland überhaupt noch rentiert. Diese Gemengelage ist natürlich absolutes Gift für Investitionsentscheidungen, die dringend für die anstehenden digitalen und ökologischen Transformationsprozesse notwendig sind.

Was wir jetzt brauchen, sind keine weiteren Subventionsfeuerwerke, sondern mutige Strukturreformen für international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, die Bürokratieabbau, niedrigere Steuern und eine Steigerung von privaten Investitionen beinhalten. Und bei der Ausgestaltung eines international wettbewerbsfähigen Strompreises hat der Ministerpräsident Hendrik Wüst völlig recht, wenn er einen klugen Mix aus einem zeitlich begrenzten und breit wirkenden Industriestrompreis, aus einer schnellstmöglichen Ausweitung des Stromangebotes, aus effizienten Marktanreizen sowie einer Stromsteuersenkung favorisiert. Die Bundesregierung ist aufgefordert, nun endlich konkrete Lösungen aufzuzeigen, denn leider fehlt den Unternehmen nach wie vor eine valide nachhaltige Kalkulationsgrundlage für den eigenen Energiepreis.

Nur mit einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft kommt unser Land wieder nach vorne. Darum muss die Politik jetzt alles tun, was die Unternehmen stärkt und alles unterlassen, was sie schwächt.

Im öffentlichen Teil referierte als Ehrengast Herr Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft zum Thema „Wie gelingt einem Unternehmen die Reise in die Arbeitswelt der KI“. Sein Resümee:

„Die Ängste, dass eine Technologie die Arbeitsplätze wegnimmt, gab es bei der Einführung der Dampfmaschine, der Computer und so weiter – das Szenario, dass Menschen reihenweise Arbeitsplätze verloren haben, ist nie eingetreten. Ein ähnliches Bild erwarte ich auch bei der KI.

In einem idealen Szenario sollten KI-Systeme hoch beschäftigte Menschen dabei unterstützen, ihre Arbeit zu bewältigen. Damit dieser positive Ausblick erfüllt wird, müssen Beschäftigte künftig vor allem Neugierde und Offenheit gegenüber neuen Technologien zeigen. Sich aus Angst zu verkriechen oder gar beruflich umzuorientieren, ist der falsche Ansatz.

Steht im Unternehmen die Einführung einer KI an, braucht es dafür ein konsequentes Changemanagement. Wichtig ist dabei, dass KI ziel- und bedarfsgerecht mit Blick auf das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand ausgewählt und eingesetzt wird sowie die Menschen mitzunehmen.“