
Werte
Hohe ethische Maßstäbe im Geschäfts- und Berufsleben sind heute so wichtig, wie sie es auch schon vor über 60 Jahren waren. Und in der Tat haben viele der Probleme, vor denen die Welt heute steht, ihre Ursache in der Missachtung derartiger Maßstäbe.
Compliance heißt bei den Verbänden, dass wir ehrlich im Handeln und unanfechtbaren ethischen Grundsätzen verpflichtet sind.
Wir setzen uns für eine werteorientierte Verbands- und Unternehmenskultur ein, denn mit Verlässlichkeit und Integrität werden Nachhaltigkeit und Langfristigkeit erreicht, mit Freiheit und Kreativität Flexibilität und Innovationskraft gesichert.
Mit dem Grundgesetz hat Deutschland eine Verfassung, die individuelle Freiheit ohne staatliche Überwachung und Kontrolle sichert. Sie ist Voraussetzung für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit und sozialen Frieden, kulturelle Vielfalt und Wohlstand. Diese Freiheit manifestiert sich in unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der sozialen Marktwirtschaft; ein beeindruckendes Erfolgsmodell seit mehr als sechs Jahrzehnten.
Die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die soziale Marktwirtschaft und eine darauf gegründete Ordnungspolitik sind die Grundlage des Handelns der Unternehmerverbände Rhein-Wupper. Wir treten ein für unternehmerische Freiheit, ökonomische Leistungsfähigkeit und Verantwortung für das Gemeinwohl. Wir werben für unsere gemeinsamen Werte und stehen in regelmäßigem Dialog und offenem Austausch mit den gesellschaftlich relevanten Meinungsträgern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medien, Kirchen und Gewerkschaften.
Denn Werte geben Orientierung, schaffen Maßstäbe, stützen die Identität. Werte geben uns Regeln, die das Miteinander in unserer Gesellschaft leichter machen.
Die soziale Marktwirtschaft wird immer wieder auch mit schweren Funktionsstörungen umzugehen haben und deshalb in der öffentlichen Meinungsbildung stets legitimationsbedürftig sein. Professor Dr. Michael Hüther, Direktor und Präsidiumsmitglied des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, hat es im Frühjahr 2011 so zusammengefasst: "Die Marktwirtschaft als Kind der Freiheit und der Aufklärung steht heute vor neuen Ordnungsfragen, wie sie sich beispielsweise aus technologischem Fortschritt in Telekommunikation oder anderen netzgebundenen Infrastrukturen, aus sozialem Wandel durch Enttraditionalisierung und Individualisierung, aus Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung, aus verstärktem Drang zu basisdemokratischer Partizipation und aus der steigenden Komplexität und Abhängigkeit im internationalen Rahmen ergeben. Die Marktwirtschaft steht aber unverändert auf dem Kern ordnungsökonomischer Logik, der man immer nur vorübergehend ausweichen kann, der man letztlich jedoch nicht entkommt. (...) Unser Werben für die Marktwirtschaft als menschengemäßer, wenngleich unbequemer Ordnung beruht auf der Erkenntnis, dass nur so jener Wohlstand möglich wird, der uns die Optionen eröffnet, die wir bei den Entscheidungen über die großen Fragen der Zukunft benötigen."
Wir wollen uns zu den Werten der sozialen Marktwirtschaft nicht neutral verhalten, sondern sie aktiv mittragen; dabei werden auch künftig Privateigentum, Vertragsfreiheit und Haftung unverrückbar und unabdingbar im Kern dieser Regeln stehen.



